30. Mai 2024

SABOTAGE

Hier auf dem Bild liegen viele noch „rohe“ nicht bemalte SABOTS! Na, dämmert es es schon etwas? Die Lösung ist jetzt schon erzählt. 

Viele zusammengebundene Sabot-Rohlinge

 

Als Sabotage bezeichnet man die absichtliche Störung eines wirtschaftlichen oder militärischen Ablaufs zur Erreichung eines bestimmten Zieles. Im alltäglichen Sprachgebrauch ist mit Sabotage oft die gewaltsame Beschädigung und Zerstörung von Geräten, Maschinen, Infrastruktur usw. gemeint.

Über SABOTAGE ist viel gesagt und geschrieben worden. Auch Filme gab es über Sabotage. So z.B. den von David Ayer 2014 veröffentlichten Film SABOTAGE mit Schwarzenegger, deren Filmproduktionskosten   bei geschätzt $35.000.000 lagen.

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt drei interessante Erklärungen für den Begriff

SABOTAGE

Um den nachfolgenden Text zu verstehen muss man wissen, dass ein Holzschuh im französischen SABOT heißt.

  • Französische Arbeiter warfen während der industriellen Revolution ihre Holzschuhe in die Mäh- und Dreschmaschinen. Nach einer Lesart sollte damit gegen die fortschreitende Mechanisierung der Arbeit protestiert werden. In anarchistischer Lesart wollten die Arbeiter damit in Form einer direkten Aktion die Verkürzung der Arbeitszeit erzwingen.
  • Französische Eisenbahnarbeiter verwenden sabots während des Streiks von 1910, um den Bahnbetrieb zu behindern, wobei sabot hier auch Hemmschuh und Teile der Schienenhalterung bezeichnen kann.
  • Das Wort sabotage stand zu Beginn des 19. Jahrhunderts zunächst für Holzschuhfabrikation selbst und das Verb saboter bedeutete unter anderem „mit Holzschuhen trampeln oder treten“ und „derb auftreten, sich unschicklich verhalten“. Von dieser ursprünglichen Verwendung entwickelte sich der Begriff weiter und wurde dann auch verwendet, um Pfusch bei den technischen Anwendungen oder der Arbeit („Flickschusterei“) zu bezeichnen sowie allgemein auf ein Ärgernis oder unerwünschtes Verhalten hinzuweisen, bis er gegen Ende des 19. Jahrhunderts dann schließlich auch im heutigen Sinne verwendet wurde.

 

                                                     Das Symbol für Sabotage

 

ERICH KOCINA (Mag.) wurde 2017 als „Lokaljournalist des Jahres für Wien“ ausgezeichnet und hat ein paartreffende Worte zu dem Wort SABOTAGE in DIE PRESSE geschrieben:

Was hinter dem Begriff Sabotage wirklich steckt

Sabotage sind nicht Tage, an denen alles schiefgeht. Da müssen wir schon etwas tiefer bohren.

Wenn die erste Assoziation zu einem Wort ein gleichnamiges Lied der Beastie Boys aus den 1990er-Jahren ist, ist das ja eher ein gutes Zeichen. Vor allem, wenn es um einen so negativ behafteten Begriff wie Sabotage geht. Allein, zuletzt ist er auch wieder vermehrt in den aktuellen Nachrichten aufgetaucht – etwa als im Norden Deutschlands der Zugverkehr für mehrere Stunden ausfiel, weil jemand Kabel gekappt hatte. Auch rund um den Ukraine-Konflikt ist Sabotage als Mittel der Kriegsführung wieder präsent. Aber wissen Sie eigentlich, wie der Begriff überhaupt entstanden ist?

                                                         Hemmschuhe

 

Von der Aussprache her vermutet man schnell, dass er aus dem Französischen kommen muss. Bingo! Der Ursprung liegt beim sabot, dem Holzschuh. Die Legende geht, dass französische Arbeiter während der Industriellen Revolution ihre Schuhe in Maschinen warfen und diese so stoppten. Die französischen Anarchisten verwendeten den sabot auch als Symbol im Kampf für den Acht-Stunden-Tag. Doch letztlich dürfte an dieser Variante der Maschinenstopper nichts dran sein. Vielmehr dürfte die Art, in der man sich mit Holzschuhen fortbewegt, eine Rolle gespielt haben – nämlich eher ungelenk. Etwas machen, als hätte man Holzschuhe an, wurde so also zum Synonym für Schludern oder Pfuschen. Und dieses Arbeiten ohne Sorgfalt wurde später auch noch mit der absichtlichen Zerstörung aufgeladen.

 

 

Apropos, Pfusch ist der ursprünglichen Bedeutung der Sabotage recht nahe. Der Begriff dürfte lautmalerisch das „(p)futsch“ imitiert haben, das etwa beim Abfeuern einer Rakete zu hören ist. Die Bedeutung „in größter Schnelligkeit“ legte nahe, dass die Qualität nicht allzu hoch sein dürfte. In Österreich kursiert der Begriff übrigens auch als gelebte Nachbarschaftshilfe. Dass jemand, der am Finanzamt vorbei arbeitet, als Saboteur bezeichnet wird, hört man hingegen fast nie.

 

Jedem Zusatzstoff ist eine sogenannte E-Nummer zugeordnet.

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